Schleppfischen (Schleipfen ) mit Wüdas

 
Schleppfischen mit WÜDAS ist Faszination pur. Es ist immer wieder ein Genuss die beiden Scherbretter zu beobachten, wie sie  mehr oder weniger weit weg vom Boot durchs Wasser pflügen. Lautlos gleiten sie durchs Wasser auf der Jagd nach den großen Raubfischen. Beködert mit traditionellen Schleppködern wie Perlmuttlöffel oder Spangen ist diese Methode eine der schönsten und erfolgreichsten Möglichkeiten auf Seeforellen und Hechte zu schleppen.
 
WÜDAS mit Schlepprolle und Perlmuttlöffel
 
Mit dieser Schleppmethode kann man auf hochstehende Raubfische schleppen ohne sie durch das Boot zu vergrämen. Durch eine ausgeklügelte Bauweise zieht dieses Scherbrett links oder rechts vom Boot weg und wir können unseren Köder je nach Bedarf seitlich anbieten.
 
Der WÜDA zieht seitlich vom Boot weg und geht auf Zug.
 
WÜDAS in Aktion
 
Besonders in klaren Gewässern findet der WÜDA seine Anwendung. Der Raubfisch sieht oder spürt das Boot, geht ihm meistens seitlich aus dem Weg und schwimmt direkt vor unseren Köder.
 
Was funktioniert das ?
Eine ähnliche Schleppmethode wird seit Jahrzehnten auf dem Neuenburgersee ausgeübt. Diese Schleppmethode wurde mittels Seehunden und Schleppmasten ausgeübt. Um diese Fischerei etwas handlicher zu gestalten wurde der WÜDA entwickelt.
Die Verbesserungen durch den Wüda sind:
- Sie fischen direkt mit der Rute und drillen auch mit der Rute.
- Sie verlieren weniger Fische.
- Sie können gefühlvoller drillen.
- Ihr Anglervergnügen ist durch die effiziente Gerätezusammenstellung wesentlich höher.
- Wenn es die Bestimmungen erlauben können sie mit den Wüdas auch mit mehreren Schnüren auf einmal fischen und so eine größere Wasseroberfläche abkämmen.
- Algen und Wasserpflanzen werden zum größten Teil abgefangen. Ihr Köder bleibt sauber.
- Beim Biss hakt sich der Fisch selber.
12,2 kg und 14,1 kg
2 Angler mit 2 Hechten und jede Menge WÜDAS
 

Hat das WÜDA - Schleppsystem auch Nachteile ?  Kein Licht ohne Schatten !

- Diese Fischerei muss gelernt und geübt werden. Sie beherrschen sie nicht auf Anhieb.
- Der WÜDA ist nicht geeignet zum Fahren bei hohen Wellen. Wenn es Wellen hat, dann nach Möglichkeit schräg oder mit den Wellen fahren.
- Der WÜDA ist nicht geeignet für Köder mit großem Widerstand. Ideal sind Perlmuttspangen, Löffel, leichte Blechblinker, HM Systeme und Wobbler.
 

Die Rutenstärke sollte einer Köderbelastung von ca. 80 - 300 g stand halten, je nach Qualität der Rute. Bei einer zu weichen Rute bricht dieselbe ! All zu steif sollte sie aber auch nicht sein, denn sonst springt der WÜDA wenn das Boot in den Wellen schauckelt. Ideal sind Ruten mit 200 - 500 gr. Wurfgewicht mit einer Länge von 3 m. Wenn man mit mehreren Brettchen schleppt sind verschiedene Rutenlängen von Vorteil. Die kürzere Rute immer für das Brettchen näher am Boot verwenden.

 

Einstellung des WÜDAS :

Der WÜDA kann durch das Verbiegen des Seitenarms etwas beeinflusst werden..

Optimales Einstellen des WÜDAS ist Gefühlssache. Vorsicht: Nicht murksen !!

 

Einstellung Seitenarm:

Nach vorn

schert mehr aus

Nach hinten

schert weniger aus

 

 

Der WÜDA hat eine Länge von 37 cm und eine Höhe von 12,5 cm. An der Unterkante ist zum Austarieren ein Flachmessing montiert. Das Brett ist vorne leicht abgeschrägt für Links oder Rechtslauf.

 

Eventuelle Fehlerquellen:

Falls er taucht:  Der WÜDA ist zu kopflastig. Seitenarm muss nach hinten.

 

Wenn er hüpft:  Seitenarm nach vorne biegen.

 

Wenn der Wüda einmal abtaucht, dann muss man ihn ohne Druck zu geben wieder an die Oberfläche tauchen lassen. Das funktioniert entweder durch Schnur geben oder langsamer fahren.

 

Die Rute nicht zu steil aufstellen sonst gibt es Fehlbisse.

 

Wenn man mit mehreren WÜDAS schleppt immer darauf achten das bei einem Stillstand die äußeren Schnüre nicht durch die inneren Wüdas überfahren werden. Wenn das bei aller Vorsicht doch einmal passiert, immer den näheren WÜDA zuerst einziehen.

 

Unbedingt nach dem rauslassen des WÜDAS die Bremseinstellung kontrollieren. Die Bremse nicht zu hart einstellen, sonst gibt es Schnurbruch.

 

Bei zu engen Kurven können die Schnüre an der Kurveninnenseite zusammenfallen. Wenn man das Boot etwas gerade richtet und die Geschwindigkeit erhöht straffen sich die Schnüre und der WÜDA läuft wieder normal.

 

Es soll jetzt aber nicht der Eindruck entstehen, dass das Schleppen mit WÜDAS eine hochkomplizierte Angelegenheit ist. Das Schleppen mit diesen Scherbrettern erfordert im Prinzip nur ein bisschen Übung und ist für einen Schleppangler kein Problem.

Einhängen des WÜDA in die Schleppschnur:

Da man den WÜDA mittels Schlaufenknoten direkt an der Hauptschnur montiert, sollte diese auch eine entsprechende Tragkraft ( 30 - 40 kg ) haben.

Einhängen des Schlaufenknotens zur  Köderschnur

Einhängen des Schlaufenknotens zur Rute

Um sich das Einhängen der Schleppschnur zu erleichtern sollte man die beiden Schlaufenknoten groß genug binden.

Die Schnur zwischen den Schlaufenknoten soll wenn der WÜDA auf Zug geht locker durchhängen, sonst läuft der WÜDA nicht richtig!!

Die Schleppschnur setzt sich wie folgt zusammen:

Als Vorfach verwenden wir unser Hard Mono um unsere hochwertigen Schleppköder vor den scharfen Zähnen der Hechte zu schützen.

20 m Copolymner 0,40 werden in die Schleppschnur mittels Rappalaknoten eingebunden. Durch Verwendung dieser Schnur können wir den Köder in unseren klaren Gewässern unauffällig anbieten.
Anschließend kommt unsere Hauptschnur. Wir verwenden eine gute geflochtene mit ausreichend ( ca. 40 kg ) Tragkraft. Diese hohe Tragkraft ist notwendig da wir in diese Schnur unsere Schlaufenknoten für das Einhängen der WÜDAS einbinden.
Bei der Einbindung des Schlaufenknotens für die Köderschnur legen wir die Länge der Schleppschnur fest. In der Regel sind es inklusive der monofilen Schnur 50 m.

Grafik für das Schleppen mit WÜDAS

Optimale Schleppköder für WÜDAS:

Da der Zug nach hinten nicht zu stark sein darf sind leichtlaufende Köder wie Hoffmannlöffel, Perlmuttspangen und Löffel die idealen Schleppköder. Wobbler bis 25 cm und HM Systeme 0 - 3 sind natürlich auch geeignet.

 Köderkombination Löffel - Spange

HM Löffel  mit 40 gr. beschwert

HM Spange mit 80 gr. beschwert

Ideale Schleppgeschwindigkeit 3 - 3,5 km/h

Köderkombination Spangen

HM Spange mit 40 gr. beschwert

HM Spange mit 80 gr. beschwert

HM SPANGE SALMO  in dunklem oder hellem Perlmutt.

Ideale Schleppgeschwindigkeit 3 - 3,5 km/h

Mit Spangengrößen von 110 - 140 mm eine absolute Topkombination  für Hechte und große Seeforellen.

Wie verhalte ich mich bei einem Biss:

Der Biss mit einem WÜDA ist eigentlich nicht zu übersehen da sich der Fisch selbst hakt. Die Bremse darf nicht zu stark eingestellt werden. Ideal ist eine Bremseinstellung die dem WÜDA nicht ermöglicht, noch Schnur von der Rolle zu ziehen.

Bei einem Biss wird der WÜDA durch den Fisch zurück gehalten und läuft dadurch deutlich hinter dem Boot. Die Schnur spannt sich und Winkel zu unserem Fisch wird größer. Nun nehmen wir die Rute und beginnen mit dem Einholen des WÜDAS, wobei wir darauf achten, das der WÜDA aus dem Wasser ist. Eine Rute von 3 m hat hier seine Vorteile. Wenn wir das Brettchen am Boot haben hängen wir zuerst die Schlaufe am Seitenarm aus und dann die Köderschnur.

Bei dieser Aktion die Schnur immer auf Spannung halten.

Ideal ist einen E - Motor auf kleiner Stufe 2 - 3 mitlaufen zu lassen. Nach dem Aushängen des WÜDAS werden die Schlaufenknoten beim Drill einfach auf die Rolle gekurbelt. Diese Knoten behindern den Drill in keinster Weise und man kann in aller Ruhe seinen Fisch ausdrillen und Keschern.
ACHTUNG!!
Eine detaillierte Beschreibung im Umgang mit den WÜDAS liegt bei einer Bestellung bei.

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