Der Starnberger See

Blick über den Starnbergersee

Der Starnberger See, auch Würmsee genannt, ist mit einer Fläche von ca.5700 ha Bayerns zweitgrößter See. Der See ist gut 20 km lang und durchschnittlich 3,5 km breit. Die größte Breite beträgt 5 km ( Unterzeismering - nördl v. Ambach). In dem bis zu 127m ! tiefen See tummeln sich 25 verschiedene Fischarten, wobei, Renke, Seesaibling und der Hecht die Hauptausbeute der Angler sowie der Berufsfischer sind. Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt mehr als 40m – man hat also „viel Wasser unter´m Kiel“. Abgesehen von einigen kleinen Bächen, besitzt der Starnberger See keinen nennenswerten Zulauf und nur einen Ablauf, dass Flüsschen Würm – daher auch der Name „Würmsee“.

 

Petri Heil am Starnberger See

 

Stadt Starnberg Tourismusverband Starnberg Fünf Seenland

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Wie und wo angle ich am Starnberger See
Die Saison am Starnberger See
Fischen auf Renke und Seesaibling mit der Hegene
Die Bodenstruktur
Driftfischen mit der Hegene
Fängige Nymphen für Renken
Fängige Nymphen für Saiblinge
Tiefschleppen auf Saiblinge mit der Rute
Schleppfischen auf Hecht und Seeforelle
Fischen auf andere Fischarten
Fischarten und Fangmittel
Fischereibedingungen - Starnbergersee
 

Für die erfolgreiche Fischwaid gilt am Starnberger See, wie an vielen anderen Voralpenseen auch: „Ohne Boot nix los“. Dies liegt zum einen am umfangreichen und unzugänglichen Privatbesitz rund um dem See. So ist ca. die Hälfte der 50 km Uferlinie rund um den See in privater Hand und für den Angler nicht begehbar. Zum anderen halten sich die Zielfische Renke und Seesaibling, sowie Hechte meist in Tiefen über 10m bzw. im Freiwasser auf – und sind somit nur mit dem Boot erreichbar, da der Seegrund bis auf wenige Ausnahmen auf den ersten 50 bis 100 Metern relativ flach abfällt. Wer einen Angelaufenthalt am StarnbergerSee plant, sollte sich somit auf jeden Fall ein Boot beschaffen.

Die Saison am Würmsee:
Seit dem Jahr 2002 ist für alle Angler der Saisonstart vom 1 März auf den 1.April verschoben worden. Die Begründung hierfür liegt teilweise im Natur- und Vogelschutz, sowie beim Schutz des in den letzten Jahren stark zurückgegangenen Seeforellenbestandes. So konnte im Jahr 2002 keine einzige Seeforelle zur Laichgewinnung gefangen werden.
Zum Saisonstart im April ist die Fischerei v.a. auf Renke und Saibling zu empfehlen. Während die Renkenangler mit der Hegene ausrücken, spaltet sich die Saiblingsfraktion in die Tiefschlepper und ebenfalls die Hegenenfischer.

 

Fischen auf Renke und Saibling mit der Hegene

Während Tiefschleppen im April entweder in der Seemitte in noch großer Tiefe (30-40m), oder gar an der Oberfläche (1-4m) stattfindet, treffen sich die Renkenangler an „altbekannten“ Plätzen  mit einer Wassertiefe von 8-15m. Die Hegenenfischerei ist gerade zum Saisonstart stark witterungsabhängig – nach meinen Erfahrungen lohnt sich ein Versuch nicht sonderlich, wenn das Oberflächenwasser nicht mind. 13°-16° Grad aufweist. Und das kann am Starnberger See schon mal Mitte bis Ende April sein, bevor das Wasser diese Temperatur hat. Ist es kälter schienen die Fische wohl sehr unterschiedliche Wasserschichten zu bevölkern, bzw. scheint ein Mückenschlupf nicht stattzufinden – und das ist wohl der Hauptgrund für das Ausbleiben von Bissen. So befischte ich letzten Frühling einen mir seit längerem bekannten „Hot Spot“, an dem ich schon sehr gute Fänge gemacht hatte –ohne Erfolg. Das an diesem Platz jedoch eine Vielzahl von Renken vorhanden war, hatte ich 1 Std. zuvor gesehen, als ich mit einem befreundeten Berufsfischer die Netze heraufholte – voll mit Fisch. Aber beim Ausnehmen dieser Fische konnte man sehen, dass keine Mücken sondern nur winzige Krebschen oder Asseln im Darm der Fische waren. Wassertemperatur: 10° Grad. Über den Fischen zu sein heißt also nicht unbedingt, dass man Sie auch fängt.

Die Bodenstruktur

Der Untergrund des Starnberger Sees ist überwiegend weich, aber nicht sonderlich schlammig. 

An einigen Stellen weist der See jedoch eine kiesigere Bodenstruktur auf. (teilweise am Ostufer, am Westufer teilweise Kiesstrand z.B. Feldafinger Park). An diesen Stellen fühlen sich gerade die Saiblinge und Seeforellen im Frühjahr wohl. Ab einer Temperatur von 15 Grad sehen die Erfolgsaussichten mit der Hegene am Starnberger See, auch für nicht kundige recht gut aus. Erfolgreiche Tiefen sind dann 7-14m - lieber etwas zu flach als zu tief fischen. Gerade die größten Saiblinge und Renken werden oft in Wassertiefen von weniger als 10m gefangen.  Der See weist einen exzellenten Fischbestand auf, und ich habe bisher nahezu kein Seesaiblingsgewässer erlebt, in dem man einen solch großen Durchschnitt fängt (ca. 33cm). Nicht umsonst sind wohl etliche Boote vom weitbekannten Walchensee zum Starnberger „umgesiedelt“ Der See kann sich allerdings auch ausgesprochen launisch geben und in manchen Jahren kann eine halbe Hegenen - Saison auch mal an fast allen gängigen Plätzen ausfallen. Ob man mit der Hegene „zupft“ oder ob man etwas geruhsamer die Posenmontage auswirft, um auf das Kippen des „Stöpsels“ zu warten, bleibt jedem selbst überlassen. Beide Methoden fangen Ihre Fische. Ich habe jedoch immer eine fertige Posenmontage mit meiner Zupfrute dabei. Dies zum einen wegen der im Frühjahr auftretenden stärkerer Winde, die ein feines Heben und Senken nur schwer möglich machen. Zum anderen jedoch auch wegen der launischen Renken. Waren Sie soeben noch am Grund und man bekam immer wieder Bisse, so scheinen Sie morgens bei plötzlich auftretender Windstille eine Vorliebe zu haben, an die Oberfläche zu kommen und man sieht teilweise ganze Trupps die Oberflächenschicht nach Mücken absuchen. Ein Wechsel auf eine in Hegenenlänge eingestellte Posenmontage verhilft dann wieder zu erneuten Bissen. Gute Uferfangplätze im Frühjahr sind der Bereich um das Restaurant „Mitgardvilla“ (z.Zt. Häring) in Tutzing, wo man im tiefen Wasser fischen kann. Außerdem kann man von einigen öffentlichen Stegen, die im Frühjahr noch nicht vom Badebetrieb betroffen sind, im Bereich um Possenhofen und Feldafing die Angel auswerfen, um in tieferes Wasser zu gelangen.

Driftfischen mit der Hegene
Eine andere Methode, mit der man gute Fänge machen kann, ist das kontrollierte Driftfischen mit der Hegene. Dies erfordert allerdings einige Erfahrung mit der Lenkung von Booten sowie nicht zu starken Wind. An eine ca. 3m lange, weiche Rute mit einem Wurfgewicht von 10-40g wird die Hegene und ein 30gr. schweres Blei angebracht. Die Montage wird auf den Grund abgelassen und ein wenig mehr Schnur gegeben, als die Wassertiefe beträgt. Nun fängt man langsam an, gegen den Wind zu rudern, wobei rudern übertrieben ist, man kriecht im Schneckentempo über das Wasser. Die Rute zeigt jeden Rutscher des Bleis über Grund genau an, bzw. neigt sich immer wieder langsam zur Wasseroberfläche, wenn sich das Blei am schlammigen Grund festgesaugt hat. Bei einem Biss wird die Rute meist entlastet und verhält sich deutlich anders, als bei einer Grundberührung. Jetzt heißt es schnell an der Rute sein und den Fisch ausdrillen. Diese Methode ist nicht ganz einfach, v.a. die Bisserkennung erfordert ständige Konzentration, auch eignet sie sich nur für Tiefen bis 12m,da bei größeren Tiefen der Druck auf die Schnur zu groß wird und der Grundkontakt sowie Bisserkennung nicht mehr dauerhaft möglich ist. Vor allem im Frühjahr kann man so eine größere Wasserfläche regelrecht nach Fischen abklopfen. So befische ich mit dieser Methode gerade mir unbekannte Gewässer und erhalte während dem Fischen auch gleich einen Einblick in Gewässertiefen, Kraut, evtl. Unterwasserberge,.... Den gelegentlichen Verlust einer Hegene durch Hänger nehme ich dabei gerne in Kauf. Die erfolgreichsten Monate zum Fischen mit der Hegene sind Mai/Juni und September

Nymphenfarben :
Am Würmsee haben sich folgende Farben als erfolgreich herausgestellt:
Für Renken
Braun (Nr.51), Lila, Blau, oliv-grün,  Bei bedecktem Himmel: schwarz-silber sehr gut und andere Glitzernymphen.

Bei Schönwetter

Braun Nr. 51  Lila oder Blau Nr.1 Oliv - Grün Nr. 60

Bei bedecktem Himmel

Schwarz - Silber Nr. 11 Rot Nr. 8 Hellblau Nr. 7

Für Saiblinge
Saibling: schwarz, lila, braun,  auch alles mit Glitter geht teilweise gut. Fluo - farben sind auch einen Versuch wert.
Schwarz Lila Braun
Nr. 59 Nr. 1 Nr. 51
Selbstleuchtend Gelb Selbstleuchtend Grün Selbstleuchtend Orange
Nr. 36 Nr. 37 Nr. 38
Achtung !! 
Selbstleuchtende Nymphen gehen am besten bei Schönwetter. Je mehr Tageslicht, desto länger hält die Leuchtkraft an.

Tiefschleppen auf Saiblinge
Wird das Wasser wärmer, gehen die Fänge mit der Hegene gegen Mitte Juni zurück. Jetzt probieren immer mehr Angler ihr Glück beim Tiefschleppen auf Saiblinge. Hierzu wird meist die Stucki - Schlepprolle, ein Downrigger oder eine kurze, relativ starke Ruten mit weicher Spitze verwendet. Das Schleppen mit der Schlepprolle wird unter der Rubrik Schleppfischen näher beschrieben.

Grafik für Tiefschleppen mit der Rute

Die Rute wird mit einem speziellen, 150-250g schweren Schleppblei mit Flosse gefischt. Das Blei sitzt dabei am Ende der Schnur. Ca. 50-80cm über dem Blei sitzt ein bzw. zwei 3-6m lange Springer aus 0.20mm-0.30mm monofiler Schnur. 
Am Ende der Schnur ist ein dünnwandiger Perlmutt oder Blechblinker. Um die Fangchancen zu erhöhen, kann der Drilling gegen einen Einzelhaken ausgetauscht werden, der mit Maden, einem kleinen Twister oder ähnl. an einem 5cm Vorfach am Blinker sitzt. Diese Montage wird auf die gewünschte Tiefe abgelassen und man beginnt bei langsamer Geschwindigkeit das Schleppen, wobei die Rute parallel zur Wasseroberfläche in einem Rutenhalter befestigt wird. Auf die Rutenspitze klemmt man am besten noch ein Glöckchen, und  bekommt so , ähnlich wie bei den Stucki - Schlepprollen, jeden Zupfer an der Montage mit. Etliche Angler bevorzugen mittlerweile das Fischen mit dem Downrigger, da man an einer leichten Rute, anders als bei den übrigen Methoden zum Tiefschleppen, ein guten Drill erlebt und sensibler fischen kann – das führt zudem zu weniger Aussteigern im Drill.

Die „richtige Tiefe“ zu finden ist beim Saiblingsschleppen entscheidend. Zumeist halten sich die Seesaiblinge im Sommer, abhängig von Temperatur, Wind und Witterung der letzten Tage, in einer Tiefe von 12-25m auf. Allerdings meist nur in einer Bandbreite von 1-3m. Das heißt, dass sich nahezu alle Fische in der gleichen Tiefe aufhalten. Über- oder unterfischt man die Saiblinge nur ein kleines Stück, wird man keinen Biss bekommen. Hat man allerdings erst ein mal die richtige Tiefe gefunden, kann man mit mehreren Bissen rechnen. Hinzu kommt, dass sich die Saiblinge bei konstanter Wetterlage oft über einen längeren Zeitraum am gleichen Platz aufhalten. Ein relativ kleiner Bereich kann also mehrere Tage bis Wochen für gute Fangergebnisse sorgen. Genauso scheinen weite Gebiete für lange Zeit überwiegend fischleer. Es empfiehlt sich also zunächst „Strecke“ zu machen und sobald man Bisse erhält, diese Region mehrfach und intensiv zu befischen. Auch die Tiefe sollte bei ausbleibenden Bissen ständig variiert werden, um die Fische zu finden. Das Tiefschleppen ist besonders in den Monaten Juli, August und September, bei stabiler Wetterlage sehr erfolgreich. 

Gute Fangplätze für Saiblinge sind rund um den See zu finden. Das Ostufer ist seit jeher für seine guten Saiblingsfänge bekannt, besonders nachdem kräftige Westwinde die „Bergseite“ aufgewühlt haben. Hier ist vor allem der Bereich vor dem „Bayerischen Haus“ (Ammerland) zu nennen, sowie die Gebiete zwischen Berg und Ambach.  Ansonsten ist auch am Westufer der Bereich um die Roseninsel mit etlichen Untiefen und Erhebungen , sowie einige Plätze vor Tutzing und Bernried sowie der Südteil des Sees bei Seeshaupt immer für einen guten Fangtag zu haben.

Schleppfischen auf Hecht

Der StarnbergerSee weist einen guten Hechtbestand auf und man hat reale Chancen, einen Fisch zu fangen. Massenfänge darf man nicht erwarten, aber ein „Meter-Hecht“ ist jederzeit möglich. Allerdings ist auch hier ein Boot unabdingbar, da die meisten Hechte im Freiwasser gefangen werden.
 

Freiwasserhecht mit Maulsperre aus dem Starnberger See

 

Schlepptiefe für Freiwasserhechte

Helles Wetter 

 Tiefer Schleppen

Dunkles Wetter 

 Höher Schleppen

Lichtverhältnisse Sonnenaufgang Vormittag Mittag Nachmittag Sonnenuntergang
Helles Wetter Sonnig 2  - 4 m  4 - 6 m 4 - 10 m 4 - 6 m 2 - 4 m
Dunkles Wetter Bedeckt 0 - 3 m 4 - 6 m 4 - 6 m 4 - 6 m 0 - 3 m
Die Schleppköder sollten den Lichtverhältnissen angepasst sein.

Fängige Schleppköder für Freiwasserhechte oder Seeforellen

Faustregel Nr. 1
!! Nie zu tief schleppen !!

Perlmuttblinker werden abends mit 40 und 80 gr. Blei  zügig geschleppt. Schlepptiefe ca. 2 - 4 m.

Sehr schöner Löffel für Freiwasserhechte  - H-M Favorit Dunkel -
H - M Spange Salmo Hell
Typische Hechtspange für das abendliche Hechtschleppen.
Fängige Schleppsysteme und Wobbler für den Starnberger See
Flachlaufendes H - M System Tiefgehendes H - M System
Deep Invader - Tauchtiefe 6,5 m Grandma - Renke Tauchtiefe bis 4 m
Dieser Wobbler ist ein echter Geheimtipp !! Renkenimitat
Castaic - Renke - Tauchtiefe 4 m Shallow Invader - Tauchtiefe bis 0.6 m
Renkenimitat für Renkenhechte Extremer Flachläufer für hochstehende Hechte
Bei Schönwetter Renkenimitat
Gute Köder für den See sind große, leichte Blinker in Silber mit schwarzen Streifen, grün-silberne Blinker sowie diverse Wobbler, möglichst in Naturdesigns. Perlmutt/Kupferblinker gehen auch gut. Sehr gut fangen die diversen Köderfisch-Schleppsysteme. Zu Saisonbeginn im Mai werden die Hechte im flacheren Wasser in den Laich-Buchten in einer Tiefe von 2-3m gefangen. Die besten Fänge gelingen jedoch in der Zeit von Juli bis  September bei schönem Wetter in den Abendstunden, wenn die Hechte im Freiwasser hinter den Renken und Mairenken her sind. Gute Stellen sind die Bereiche zwischen Possenhofen-Tutzing-Bernried-Ambach-Ammerland-Berg-Possenhofen. Jeweils recht weit draußen bzw. in der Seemitte. Ab Mitte / Ende September scheinen etliche Hechte den Saiblingen in die Tiefe zu folgen. Es wurden schon Hechte in 20 m beim Saiblingsschleppen gefangen. Auch werden in dieser Zeit etliche Saiblinge mit Bisswunden gefangen. 

5,5 kg Hecht aus dem Starnberger See

geschleppt mit Perlmuttspange H - M Klassisch Helles Perlmutt

Fischen auf andere Fischarten
Im See tummeln sich noch diverse andere Fischarten, die jedoch durch die Einheimischen nur selten befischt werden. Der Aalbestand ist in den letzen 10 Jahren stetig zurückgegangen. In guten Nächten kann man an den richtigen Plätzen jedoch immer noch mit Erfolg rechnen. Top-Köder sind Renkendärme und Tauwurm. Köderfische fangen nicht immer. Gute Uferfangplätze sind der Bereich um Bernried, südlich des Dampferstegs und beim „Teehaus“ Vom Boot ist der Bereich um Seeseiten und die Roseninsel zu empfehlen.
Karpfenfischen wird am See nur von sehr wenigen Anglern betrieben. Der See hat einen guten Karpfenbestand mit einzelnen Fischen von über 20 Pfd. Ein mehrtägiges Anfüttern ist wegen der Seegröße zu empfehlen. In krautreichen Buchten sieht man im Hochsommer die Karpfen beim Sonnen an der Oberfläche im Kraut und Flachwasser. Im See kommen auch einige sehr große Brachsen bis über 8Pfd. vor, die gelegentlich mit der Hegene erbeutet werden.
Der StarnbergerSee wird seit etlichen Jahren mit Wallern besetzt. Von Fängen hört man jedoch sehr wenig. Nur Taucher berichten von gelegentlichen Treffen mit sehr großen Exemplaren in Mulden und an Untiefen. Dem Wels - Angler bietet sich hier noch ein weites Betätigungsfeld, jedoch ist es bei der Gewässergröße und dem Verbot von Echoloten sehr schwierig die Standorte der Fische auszumachen.
Auch mit Zandern wird der See regelmäßig besetzt. Diese scheinen sich jedoch mit dem meist klaren Wasser und dem guten Hechtbestand nicht sehr gut anfreunden zu können. Beim Schleppen gelingen vereinzelt Fänge von zumeist recht großen Exemplaren. Rund um die Untiefen der Roseninsel und in der Region um St. Heinrich werden ebenfalls gelegentlich Fänge gemeldet. Aber ähnlich wie bei den Wallern scheinen auch bei den Zandern die Taucher mehr Fische zu Gesicht zu bekommen als die Angler. Auch die Berufsfischer fangen nur selten einen Fisch, meist direkt nach der Laichzeit. Mit Gummifisch und der Spinnrute wird von den ansässigen Anglern nur gelegentlich gefischt.
Wie am Anfang des Berichtes schon erwähnt, wird der StarnbergerSee zwar regelmäßig mit Seeforellen besetzt, die Fänge der Angler wie auch der Berufsfischer entwickeln sich in den letzten paar Jahren jedoch nicht sehr positiv. Im April werden von einigen Spezialisten zwar immer mal wieder Exemplare bis über 60cm beim oberflächennahen Schleppen gefangen – man muss jedoch sehr ausdauernd sein um hier zum Erfolg zu kommen. Wer extra der Seeforellen wegen nach Bayern kommt sollte es auf dem Walchensee probieren, wo die Fangchancen erheblich besser sind.
Zum gesamten Fischbestand des Starnberger Sees lässt sich sagen, dass die Fischereigenossenschaft Würmsee in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Fischerei darum bemüht sind, den Fischern und den Anglern einen abwechslungsreichen und guten Fischbestand bieten zu können. So erfolgt jährlicher Besatz mit vorgestreckten Saiblingen und Renken, die im eigenen Bruthaus gezogen wurden. Der hierzu benötigte Laich wird in Eigenregie aus dem StarnbergerSee gewonnen.

Fischarten und Fangmittel
Fischart Art der Fischerei Gängigster Köder
Aal Grundfischerei Tauwurm, frische Fischinnereien,
kleiner toter Köderfisch
Aitel Grundfischerei, Posenfischerei Tauwurm, frische Fischinnereien,
kleiner toter Köderfisch
Bachforelle Posenfischen, Spinnfischen und Fliegenfischen Frühjahr: Perlmuttblinker hoch geführt
Sommer, Herbst: tief geführte
künstlicher Köder bzw. Blinker
Barsch Grundfischerei, Posenfischerei Tauwurm, frische Fischinnereien,
kleiner toter Köderfisch
Brachse Grundfischerei, Posenfischerei Mistwurm und Mais
Hecht  Spinnfischen, Schleppfischen Große Perlmuttblinker, Wobbler und Schleppsysteme
Karpfen Grundfischerei, Posenfischerei
Boiliemontage, alles in Schilfnähe
Boilie, Mais, Schwimmbrot,
Regenbogenforelle Posenfischen, Spinnfischen und Fliegenfischen Frühjahr: Perlmuttblinker hoch geführt
Sommer, Herbst: tief geführte
künstlicher Köder bzw. Blinker
Renke Hegenenfischerei Hegene
Rutte Grundfischerei Tauwurm, frische Fischinnereien,
kleiner toter Köderfisch
Seeforelle Posenfischen, Spinnfischen und Fliegenfischen Frühjahr: Perlmuttblinker hoch geführt
Sommer, Herbst: tief geführte
künstlicher Köder bzw. Blinker
Seesaibling Hegene und verschiedene Tiefschleppmethoden Kleine Perlmuttblinker bis 60 mm oder Nymphen
Schleie Grundfischerei Mistwürmer, Teig