Naturarena - Zeller Irrsee

Der Irrsee ist am Nordrand des Salzkammergutes zu finden und wird von den Kalkvoralpen im Süden begrenzt. Die Ausläufer des Traun- und Salzachgletschers schufen während der Eiszeit etliche kleinere Zungenendbecken, die an ihren Rändern von flachen Endmoränenwällen abgeschlossen werden. Das anstehende weiche Flyschmaterial (Sandstein) des Untergrundes bewirkte während der Glazialerrosion, dass heute vor allem sanfte Landschaftsformen überwiegen und diese Seen geringe Wassertiefen  aufweisen (Wallersee, Trumersee). Das kleine Volumen bedeutet für den See aber eine geringe Wärmespeicherkapazität. In Verbindung damit führt die windgeschützte Lage zu einer fast regelmäßigen Eisbedeckung des Sees im Winter, aber auch zu den hohen Wassertemperaturen von + 27°C im Sommer. Die Sichttiefe wird zeitweise durch mineralische Trübe, biogene Entkalkung und das Phytoplankton beeinflusst. Ab etwa 1985 hat sich als Folge der Sanierungsbestrebungen die Wasserqualität in allen Teilen des Sees verbessert. Die im Vergleich zum Mondsee höher gelegene Wasserfläche des Irrsees (555m über N.N.) entwässert über die Zeller Ache nach dem Süden. Als markanter Bergrücken und zugleich begehrtes Wanderziel vieler Touristen sei der Kolomansberg (1114 m) erwähnt, der den Irrsee an der Westseite begrenzt und den Wasserkörper vor allzu heftigen Westwinden schützt. Der Irrsee ist 3,5 km lang, mit einer durchschnittlichen Breite von 600 m und einer Fläche 350 ha. Die Wassertiefe beträgt 32 Meter. Der Uferbereich wird von einem fast geschlossenen Schilfgürtel gesäumt, der nur an wenigen Stellen, vorrangig bei Badeplätzen und im Mündungsbereich kleinerer Bäche, unterbrochen wird. Diese  "Geröhrichte" fungieren als Kinderstube vieler Jungfische und sind zugleich wichtigste "Filteranlage" des Sees. Fast alle anschließenden Wiesen weisen außerdem sumpfigen, moorigen Charakter auf und spielen als Rückhaltespeicher eine wesentliche Rolle im gesamten Wasserhaushalt. Das weitere Umland des Irrsees ist Bauerland mit Grünlandwirtschaft, wobei die restriktive Besiedlungspolitik der Vergangenheit die ursprüngliche Form der Streuhöfe erhalten konnte. Nur an wenigen Stellen rückte der Mensch gefährlich nahe an den See heran, mit Campingplätzen, Badeanlagen oder Bootshäusern. Gott sei Dank ist dies nur eine periodisch auftretende Überpräsenz unserer  Freizeitgesellschaft und wird von der Biozönose des Sees relativ gut abgefangen. Das Nordmoor steht als besonders schützenswerter Bereich zur Gänze unter Naturschutz den es auch zu erhalten gibt. Dieser Bereich wird in Zukunft, auch für jeden klar ersichtlich, durch Tafeln gekennzeichnet. Dort herrscht ein Betretungsverbot. Alle übrigen Bereiche des Irrsees sind über die gekennzeichneten Wege zugänglich und im unmittelbaren Uferbereich auch für die Fischer begehbar.

Die wichtigsten Daten des Irrsees

Seehöhe (m. ü. A.) 553 m
Fläche (km²) 3,55 km²
max. Tiefe (m) 32 m
Uferlänge in km 11,2 km
Volumen (Mio. m³) 53 Mio.
Wassererneuerung (Jahre) 1,29 Jahre
Trophieklasse oligo-mesotroph
Einzugsgebiet in km² 27,5 km²
max. Wassertemperatur in ° C 28 ° C
Besitzverhältnisse Konsortium
Zellersee

Quelle: Land Oberösterreich / Natur

 
Die Fischerei am Zeller Irrsee
Der Irrsee gehört zu den mäßig eutrophierten Gewässern des Alpenraumes und zeichnet sich durch große Fruchtbarkeit aus. In den Irrsee münden ein: Riedelbach, Grabenbach, Ramsauerbach, Zeller Bach, Iltisbach, Hausstätter Bach, Schrankbach u.a. kleine Bäche. Im Irrsee gibt es einige unterseeische Quellaustritte, die den See zusätzlich speisen. Er ist von der Größe her überschaubar und hat einen hervorragenden Fischbestand. Den Zeller Irrsee kann man daher ruhig als Anglerparadies bezeichnen. Die Fischerei ist sehr vielseitig und reicht vom Hegenenangeln auf Maränen bis zum Schleppfischen auf Hechte. Aber auch Grundangler kommen am Irrsee voll auf ihre Kosten. Das saubere, teefarbene Wasser mit dem überwiegend schlammigen Grund bildet die beste Voraussetzung für optimales Aufkommen aller Cyprinidenarten. Karpfen, Schleien und Brachsen lassen an der Grundangel keine Langeweile aufkommen. Der Weißfischbestand ist enorm und ein Friedfischangler findet immer ein Plätzchen wo er in Ruhe seiner Passion nachgehen kann. Damit das auch so bleibt, herrscht am Irrsee ein absolutes Tauch und Surfverbot. Der Sportanglerbund Vöcklabruck ist Hauptbewirtschafter des Irrsees und ist im gleichnamigen Konsortium auch verantwortlich für Besatz und Befischungsmodalität. Eine Berufsfischerei fehlt, bis auf ein paar Legschnurrechte, völlig und die Angelfischerei ist vorherrschend. Die Netzfischerei wird nur zum Zwecke des Laichfischfanges und einer Altersstrukturuntersuchung bei den Maränen betrieben, wobei der sich selbst reproduzierende Fischbestand jährlich mit schwimmfähiger Maränenbrut und Hechtsetzlingen unterstützt wird. Aber auch Karpfen werden jedes Jahr ausreichend besetzt und die Fischerei auf die kampfstarken Bartelträger bekommt immer mehr Anhänger. Zander kommen vereinzelt in kapitalen Exemplaren vor und werden in letzter Zeit wieder vermehrt besetzt. In letzter Zeit werden auch immer wieder Waller als Beifang beim Hechtschleppen gefangen. Dieser, vor vielen Jahren, in den See gesetzte größte Süßwasserräuber fühlt sich im Irrsee anscheinend sehr wohl und man kann nur vermuten welche Wallerriesen im Irrsee hausen. Seit einigen Jahren werden auch große Anstrengungen unternommen, um die früher im Irrsee heimische Seeforelle wieder einzubürgern  und wieder eine eigenständige Population an Seeforellen in den See zu bekommen. In Summe kann man sagen, der Irrsee ist immer eine (Angler) Reise wert und wer neben dem Fangerfolg auch Ruhe und Erholung in einer wunderbaren Naturlandschaft sucht, der ist an diesem Gewässer bestens aufgehoben.
 

Hechtfischen am Irrsee

Als Wegweiser sind hier ein paar Hechtplätze eingezeichnet.
Schleppfischen am Irrsee ist mehr als nur auf den See zu fahren und Hechte zu fangen. Schleppfischen am Irrsee, das sind traumhafte  Stimmungen am frühen Morgen oder in der Dämmerung. Man erlebt intensiv die Jahreszeiten und die Veränderungen die an einem Gewässer im Verlaufe eines Jahres geschehen. Alles was man braucht,  ist ein Boot, ein Auge für die Natur und die Fähigkeit, diese stimmungsgeladenen von der Natur gemalten Bilder, zu genießen. Gerade in der heutigen stressgeplagten Zeit bietet Schleppangeln einen großen Erholungswert und lässt uns die Sorgen des Alltags für ein paar Stunden vergessen.
Endlich am Wasser und gemeinsam mit einem Freund die Faszination Schleppfischen erleben. Das Schleppfischen  ist eine der schönsten Angelarten um einen der kapitalen Hechte oder Zander aus dem Irrsee zu fangen. Da am Irrsee  das Schleppen mit  E- Motor für Jahreslizenznehmer erlaubt ist, kann man so nebenbei in aller Ruhe die wunderbare Umgebung des Irrsees auf sich einwirken lassen. Die besten Fangzeiten sind der frühe Morgen und Abends bis in die Dämmerung. Hechte sind aber schwer zu berechnen sind, und diese Zeitangaben sollen und können nur Richtlinien sein.
Ringsum spritzt das Wasser von den aufgehenden Renken und die Hechte folgen ihren Futterfischen an die Oberfläche. Jetzt am Abend wird am Irrsee flach geschleppt. Flach heißt, flach laufende Köder mit geringer oder ohne jede Bebleiung ca. 50 m hinter dem Boot herzuschleppen.
Besonders Hechte scheinen ihre Beißzeit in die Dämmerung hinein verlegt zu haben.
 
 Der Irrsee ist auf Grund seiner Wasserfarbe sehr gut für Wobbler geeignet. Im Renkendekor imitiert dieser Wobbler perfekt die abends an der Oberfläche spritzenden Maränen.
 

 

Aber auch Gummifische, an Schleppsystemen montiert, bringen immer wieder gute Hechte. Und je klarer das Wasser, desto mehr steigen die Chancen mit natürlichen Ködern und ein Fischchen am Schleppsystem ist ein Schleppköder der immer gerne von Hechten genommen wird.
 

 Flach geschleppte Perlmutt Hechtspangen sind Top auf Irrsee Hechte. Abends kann eine Spange mit Kupferinnenseite fangentscheidend sein. Gefischt werden die Spangen mit 10 und 20 gr. Blei an einer 50 m Leine. Also immer kombinieren. Will man auf Kupfer verzichten, besteht auch die Möglichkeit mit verschiedenen Perlmuttfarben zu experimentieren.
 Wie man sieht, ist die Köderauswahl für den Irrsee die gleiche wie an anderen Seen auch. Was man daraus macht und wie man die Irrseehechte am besten anspricht, dass muss jeder Angler für sich selbst entscheiden. Die einen gehen es eher gemütlich an, schleppen zur schönsten Tageszeit am Irrsee auf und ab und fangen natürlich auch Ihre Fische. Wenn man allerdings gezielt auf Hechte geht, so sollte man am Irrsee frühmorgens und spätabends bis in die Dunkelheit hinein Esox nachstellen.

Maränenfischen am Irrsee

Als Wegweiser sind hier ein paar Maränenplätze eingezeichnet.

 

Renkenfischer am Zeller Irrsee/OÖ

Wenn man an den Irrsee kommt und über den See blickt, fallen einem sofort die großen Ansammlungen von Booten auf. Ausgerüstet mit sensiblen Ruten, versammeln sich Renkenfischer an bestimmten Stellen unserer Seen und machen hochkonzentriert Jagd nach den silbernen Schätzen in der Tiefe. Um auf die Faszination Renkenangeln etwas näher eingehen zu können, drehen wir das Rad der Geschichte etwas zurück und begeben uns auf eine Reise zu den Anfängen der Hegenenangelei am Zeller Irrsee. Der Leiter der Bundesanstalt für Fischereiwirtschaft und Gewässerkunde Scharfling Dr. Einsele empfahl als Besatz für den Irrsee die Maräne, eine nordische Abart der Reinanke. Die Maräne ist eine sehr widerstandsfähige Fischart, an der die Gewässerbesitzer ihre Freude haben werden. 1968 wurde dieser Empfehlung stattgegeben und 2100 Maränen in den Irrsee eingesetzt. Diese bisher dem Großteil der Angler unbekannten Fische fanden im Irrsee hervorragende Bedingungen vor und wuchsen zu kapitalen Exemplaren ab. Die ersten Maränenfänge wurden als anfänglicher Beifang beim Saiblingschleppen mit einer speziellen Tiefenrolle gemacht. Als Köder verwendete man kleine, sich um die eigene Achse drehende Blinker, aus Alu oder Weißblech. Maränen in Stückgewichten bis zu 5 kg und Längen von 80 cm waren durchaus keine Seltenheit. Weiters machten sich Abends große über den See ziehende Maränenschwärme an der Wasseroberfläche bemerkbar. Das Wasser kochte über durch die Vielzahl der Fische und Angler versuchten vergebens ein paar Fische dieser Schwärme zu erwischen. Man rätselte über dieses eigenartige Verhalten und probierte alle möglichen Fangmethoden aus. Da auch viele Mückenlarven an der Wasseroberfläche zu sehen waren, war bald eines klar. Die Maränen nahmen die aufsteigenden Insekten in der Tiefe und kamen dadurch auch in höhere Wasserschichten. Jetzt begann die Stunde der Angler. Die ersten Hegenen aus der Schweiz kamen zum Einsatz. Es wurden Maränen in Stückzahlen und Größen gefangen, die man niemals für möglich gehalten hätte. Die Kunde dieser Superfänge machte schnell seine Runde und am Irrsee entstand eine Fischerei wie sie damals in Österreich einmalig war. Der Siegeszug der Hegene begann. Hunderte Angler saßen in der Hauptsaison in Ihren Booten und zupften auf Maränen. Die Schnüre waren damals noch in Durchmessern im Einsatz mit denen heutzutage kein Angler mehr fischen würde. Eine 0,25er war keine Seltenheit und es wurden natürlich auch reichlich Maränen damit gefangen. Als dann die ersten Renkenschwimmer auftauchten, ging es richtig los. Der See war bald übersät mit allen möglichen Renkenschwimmern. Von monströsen Styroporkugeln bis hin zu schlanken Dreh und Drink - Flaschen war alles zu sehen. Da waren richtige Pioniere am Werk, die diese Angelart ständig verbesserten und verfeinerten. Die Farben der Nymphen spielte damals noch keine so große Rolle. Aber auch hier wurde ständig probiert und verbessert und bald kristallisierten sich bestimmte Grundfarben als am fängigsten heraus. Diese Grundmuster haben den Lauf der Zeit überdauert und fangen auch heute noch ihre Renken. Die bekannte Irrseebrombeer ist das Ergebnis solcher langjähriger Erfahrung. Leider gab es ein paar schwarze Schafe unter den Anglern die durch zuwenig Selbstbeschränkung Massenfänge mit Stückzahlen bis zu 80 Renken machten. Die Hegene bekam sehr schnell einen schlechten Ruf als Massenfanggerät und der Maränenbestand wurde regelrecht abgefischt. Einschränkungen bei der Rutenzahl und bei den Ausfängen waren die Folge. In den letzten Jahren hat sich der Maränenbestand aber wieder stabilisiert und durch eine umsichtige Bewirtschaftung wird versucht diesen Bestand auch zu erhalten. Tourismus und Seenbewirtschafter profitieren heute von den zahlreichen Renkenanglern, die  den Irrsee bevölkern.

 

Die letzten Schneereste des vergangenen Winters, die wärmenden Strahlen der Frühjahrssonne und ein spiegelglatter See inmitten der grandiosen Naturkulisse des Mondseelandes kündigen die neue Maränensaison am Irrsee an. Endlich geht´s wieder los mit Nymphen, Nymphenfarben und Beißzeiten. Die besten Angelplätze für Maränen sind am Irrsee leicht zu finden, da sich der Seegrund relativ gleichmäßig dahin zieht und keine solchen Abbrüche wie z.b. am Attersee vorkommen. Im Frühjahr ist die Maräne praktisch überall anzutreffen. Im Sommer wird die Sache schon ein bisschen schwieriger, da sich die Maräne durch erhöhtes Planktonaufkommen in der Nahrungsaufnahme umstellt. An speziellen Stellen lässt sie sich aber auch im Sommer sehr gut fangen. Auch im Herbst geht die Maräne wieder sehr gut. Da der Irrsee ein überschaubares Gewässer ist, sieht man sofort an den Bootsansammlungen, wo sich ein guter Fangplatz befindet. Wenn man so einen Platz ansteuert, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Fischer halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Man vermeidet so manch unnötige Konfrontation und lernt oft neue Fischerfreunde kennen. Vor dem Fang kommt immer die Suche nach der richtigen Tiefe. Hier können schon ein paar Meter über den Fangerfolg mitentscheiden. Die Fangtiefe für Irrsee Maränen liegt in der Regel zwischen 10 und 20 m. Speziell im Frühjahr lohnt sich aber auch ein Versuch im Flachwasser mit 5 m Wassertiefe. Besonders größere Exemplare sind oft an diesen Stellen anzutreffen und natürlich auch zu fangen.

 

Der Irrsee kann einen unerfahrenen Renkenangler aber auch zur Verzweiflung bringen. Da ist der See voll mit Maränen und es geht nichts. Oft genug hört man am Irrsee diese Worte. Aber genau so oft hört man von langjährigen Renkenanglern den Satz, vor 16:00 Uhr brauchst gar nicht anfangen. Die Maränen am Irrsee haben anscheinend eine innere Uhr und halten sich auf die Minute genau an ihre Beißzeiten. Diese können jedoch jahreszeitlich variieren und meistens sind es die Abendstunden die uns ein Petri Heil bescheren.

 

Maränenfischen am Irrsee heißt in der Regel Maränenzupfen. Da hat halt jeder See seine Eigenheiten. Auf Grund der etwas dunkleren Wasserfärbung bringt das Heben und Senken den meisten Erfolg. Das Maränenzupfen funktioniert natürlich nur vom Boot aus. Eine gute Gewässerkunde und ein wenig Beobachtungsgabe sind auch am Irrsee die Voraussetzungen die einen guten Angler ausmachen. Man kann sich natürlich auch einen Pulk Maränenangler suchen und sich dazustellen. Da die Renken auf der Suche nach Nahrung aber überall umherziehen und der See viel Platz zum Angeln bietet, würde ich einen eigenen Angelplatz bevorzugen. Gute Stellen im See sind lange seichte Buchten mit schlammigen Untergrund. Steilufer mit Pflanzenbewuchs sind ein Geheimtipp. Wenn an diesen Stellen auch noch Mückenlarven an der Oberfläche schwimmen, steht einer erfolgreichen Angelei nichts mehr im Wege. Man lässt seine Montage auf Grund und beginnt mit dem Heben und Senken der Hegene. Der Biss ist erkennbar indem sich an der Rutenspitze ein leichtes Runterdrücken einstellt, oft wird sie auch angehoben (Heber). In jedem Fall ist ein sofortiger Anhieb zu setzen um die Maräne zu haken. Gezupfte Maränen liefern einen sehr guten Drill mit oft vehementen Fluchten, den der Angler nur nach langem Rauf und Runter für sich entscheiden kann. Bei einem Maränendrill ist auch Geduld angesagt, da man mit zu starkem Forcieren die Renke leicht durch Ausschlitzen verliert. Besonders schwere Maränen sind nur sehr mühsam vom Grund weg zu bekommen und verlangen einem Angler alles an anglerischem Geschick ab. Durch gefühlvolles Drillen vermeidet man einen unnötigen Fisch und Hegenenverlust.

 

Maränen wissen nicht nur in der Tiefe zu kämpfen, sondern liefern auch an der Oberfläche spritzige Einlagen. Besonders im Frühjahr vollführt eine Maräne im Drill wahre Kunststücke. Bei untermassigen Maränen ist schonendes Abhaken, wenn möglich ohne Anwendung eines Keschers, angesagt. Natürlich funktioniert das nicht immer, aber ein erfahrener Maränenfischer sieht sofort wie und wo der Haken im Maränenmaul sitzt und kann sich entscheiden wie er den Fisch vom Haken löst.

 
Hegenen für den Irrsee

Zu guter Letzt kommt natürlich als Fanggerät für Maränen die Hegene. Die optimale Hegene für den Irrsee ist aber ein Mysterium. Alle möglichen Muster werden gefischt und jeden Tag gibt es Diskussionen um die richtige Farbe. So soll es auch sein, denn was wäre ein Tag am Wasser ohne diese Farbvergleiche. An der Farbe Brombeer kommt am Irrsee allerdings keiner vorbei und man ist gut beraten 2- 3 Brombeernymphen an die Hegene zu knüpfen.

Die Edition Irrsee deckt alle gängigen Irrseefarben perfekt ab.

 

Absolute Tophegene am Irrsee. Sehr natürlich wirkende Nymphen. Diese Hegene geht am besten bei Schönwetter.

HM Spezial120/RS5GO14

Für dunkle Tage nimmt man eher eine Hegene mit verführerisch glitzernden Nymphen. 
HM Lureflash 120/RL5GO14  
   
Standardhegene für den Irrsee in den fängigsten Farben.

HM Krepp 120/RK5GO14

 

 

Gezupfte Irrseeschönheiten

 

Fair Play am Irrsee
Fair Play beim Angeln bedeutet Fairness gegenüber den Fischen und unseren Mitanglern. Gerade unter den Maränenanglern ist ein rücksichtsvolles Verhalten am Fischwasser sehr wichtig. Da sich an den guten Renkenstellen oft sehr viele Boote versammeln ist eine gewisse Rücksicht auf andere Boote notwendig. Wenn man so einen Platz ansteuert, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Fischer halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Angeln sollte bedeuten, gemeinsames Erleben unter Freunden und nicht einem Fangrausch zu unterliegen. Da mit der Hegene an guten Tagen durchaus Massenfänge möglich sind, ist Selbstbeschränkung sehr wichtig. Niemand hat etwas davon in einem Jahr hunderte Maränen zu fangen, dadurch zusätzliche Fanglimits heraufzubeschwören, um ein Jahr darauf mit mehr Kontrolle seitens der Bewirtschafter, der Renkenfischerei nur mehr eingeschränkt nachgehen zu können. Mindestmaße sollte man auch ohne Hinweis eines Kontrollorgans einhalten. Da Coregonen sehr empfindliche Fische sind, ist schonendster Umgang sehr wichtig und man sollte untermassige Maränen oder solche die man zurücksetzt nur mit feuchten Händen berühren. Leider gibt es unter den Maränenanglern aber auch schwarze Schafe die statt eines Metermaßes anscheinend einen Fleischteller mithaben und alles abschlagen was in die Pfanne passt. Dem müssen wir entgegenhalten und durch entsprechendes Verhalten am Fischwasser das vielerorts angeschlagene Image der Hegene wieder aufpolieren. Nur so kann man auch in Zukunft, gemeinsam mit dem Bewirtschafter, eine nachhaltige Maränenfischerei garantieren.
Die aktuellen Lizenzpreise und Ausgabestellen entnehmen sie bitte der offiziellen Seite des Sportanglerbundes Vöcklabruck
www.sab.at
 
Der Gigant vom Irrsee
Da sich viele Sportangler auch für die Vergangenheit eines Gewässers interessieren, möchten wir hier einmal einen Fang aus längst vergangenen Tagen präsentieren. Dieser Hecht wurde im Zuge einer Kontrollfischerei im November 1981 gefangen. Der Hecht war 1,46 cm lang und wog unglaubliche 26,5 kg. Auch wenn dieser Hecht mit dem Netz gefangen wurde, zeigt sich doch, das der Irrsee nicht umsonst als eines der besten Großhechtgewässer in Europa bezeichnet wird. Bei dieser Kontrollfischerei wurde übrigens noch eine Hechtdame mit 23 kg und 1,41 m Länge gefangen.

                Petri Heil

 

 
 
Fischarten und Fangmittel am Zeller Irrsee
Fischart Art der Fischerei Gängigster Köder
Maräne, Reinanke, Renke Hegenenfischerei Nymphen gr. 12-14 gängigste Farben:
rot mit schwarzem Kopf, schwarz mit rotem Kopf und lila oder brombeer
Blinkende Renke am Irrsee (und am Nachläufer)
Aal Grundfischerei Tauwurm, frische Fischinnereien,
kleiner toter Köderfisch
Typisch Aal
Karpfen Grundfischerei, Posenfischerei
Boiliemontage, alles in Schilfnähe
Mais, Teig, Boilies, Frolic, Pellets, Maden, Wurm,
anfüttern erlaubt
Schuppenkarpfen kurz vorm Keschern
Hecht Schlepp- u. Posenfischerei
in Tiefen um 6-8m
Künstl. Köder, toter Köderfisch
Abtauchender Irrseehecht
Zander Grundfischerei, Schleppfischen Künstl. Köder, toter Köderfisch

Kein großer Bestand, aber eine Überraschung beim Schleppen oder Grundangeln ist immer drin.
Brachse Grundfischerei Mais, Teig, Boilies, Frolic, Pellets, Maden, Wurm,
anfüttern erlaubt
 Irrseebrachse
Schleie Grundfischerei Mistwürmer, Teig, Mais, Frolic, Maden, Wurm,
anfüttern erlaubt
Mit Wurm ist alles möglich !
Wels Grundfischerei, Schleppfischen Künstl. Köder, toter Köderfisch
Dieser Großräuber fühlt sich im Irrsee anscheinend sehr wohl und es schaut so aus als ob sich im Irrsee ein selbst reproduzierender Welsbestand etabliert hat. Hier könnte sich eine zusätzliche Fischerei entwickeln.
 
Petri Heil